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Der weite Weg bis zur technischen Revolution
Der erste Rechner
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1940 entwickeln John V. Atanasoff und Clifford Berry den ersten elektronischen, aber nicht
programmierbaren, Computer, den ABC. Knapp ein Jahr später arbeiten über 10.000 Engländer an dem
Computerprojekt Ultra. Aus diesem entsteht Robinson, ein funktionaler Computer, der mit Relais arbeitet
und so leistungsfähig ist, daß er die mit der ENIGMA verschlüsselten Nachrchten im 2.Weltkrieg
entschlüsseln kann.
1943 baut das selbe Team COLOSSUS, einen Rechner der anstelle von Relais die sehr viel schnelleren
Elektronenröhren verwendet.
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Konrad Zuse
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Konrad Zuse, der am 22.6.1910 in Berlin geboren wird, beginnt 1927 mit seinem Studium an der Universität
Berlin-Charlottenburg. Nach seinem Abschluß als Bauingenieur arbeitet er für die Firma Henschel, ein
Flugzeugbauer, im Bereich der Belastungsanalyse. Bei seiner Arbeit hat er mit einer Menge von Berechnungen zu
tun, so daß er 1934 damit beginnt an einem Computer, den Z1, zu arbeiten. Dieser Rechner arbeitet voll
mechanisch und 1938 faßt er den Plan, einen besseren und schnelleren Rechner zu entwickeln. Der 2.Weltkrieg
unterbricht ihn dabei, aber er kann die Armee davon überzeugen, ihn an seinem Rechner weiterarbeiten zu lassen.
Ein weiterer Rechner, der Z2, wird entwickelt, der schon elektromechanisch arbeitet, aber noch den
mechanischen Speicher der Z1 benutzt.
1941 stellt Konrad Zuse den ersten frei programmierbaren Computer der Welt vor, den
Z3, der wie sein Vorgänger ebenfalls elektromechanisch arbeitet. Der Speicher besteht aus 1400 Relais,
die Steuerung der Arithmetik aus 600 Relais und 600 weitere Relais werden für andere Zwecke eingesetzt. Die
Wortlänge beträgt 22 Bits und für eine Multiplikation benötigt die Z3 ganze drei Sekunden. Er engagiert den
blinden Mathematiker Arnold Fast für die Programmierung des Z3, der somit zum ersten Programmierer eines
funktional einsetzbaren Computers wird.
1942 beginnt er seinen letzten Rechner zu entwickeln, den Z4. Kurz vor Vollendung des Z4, muß dieser
zunächst nach Göttingen und kurze Zeit später nach Hinterstein gebracht werden. Schließlich wird der Z4 in die
Schweiz an die ETH Zürich gebracht, wo er bis 1955 im Einsatz bleibt. 1945 entwickelt er die erste
algorithmische Programmiersprache, bekannt als Plankalkül und verwendet diese dazu ein Schachprogramm zu
schreiben. 1950 gründet Zuse seine eigene Computerfirma, die 1967 von Siemens übernommen wird. Zuse forscht bei
Siemens weiter im Gebiet der Computertechnik. Am 18.12.1995 stirbt Konrad Zuse in Hünfeld (nahe Fulda).
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Howard Aiken
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Howard Aiken wird am 9.3.1900 in Hoboken (New Jersey, USA) geboren. Nach einem Studium an der Universität von
Wisconsin, bekommt er 1939 einen Lehrstuhl in Harvard. Von 1939 bis 1944 arbeitet er mit drei Kollegen an dem
ersten amerikanische Rechner, dem Mark I. Dieser wird über Lochstreifen programmiert und arbeitet noch
ohne Röhren. Der Mark I kennt die vier Grundrechenarten und erlaubt es, mit Zwischenergebnissen zu arbeiten.
Mit seinen 35t Gewicht (15 Meter lang, 2,5 Meter hoch) ist er nicht gerade ein Leichtgewicht, kein Wunder,
besteht er doch aus über 700000 Einzelteilen, darunter 3000 Kugellager und 80km Leitung. Eine Addition schafft
er in 0,3 Sekunden, die Multipliklation zweier zehnstelligen Zahlen dauert ca. 6 Sekunden. 1947 stellt Aiken
den Mark II einen vollständig elektronischen Rechner fertig. Am 14.3.1973 stirbt Howard Aiken in St
Loise (Missouri, USA).
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Der erste vollelektronische Digitalrechner
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Mit ENIAC wird von John Presper Eckert und John W.Mauchley 1946 der erste
vollelektronische und universell programmierbarer Digitalcomputer entwickelt. ENIAC ist durch den Einsatz von
ca. 18000 Röhren ca. 1000mal schneller als der Mark I. Eine Addition dauert 200 Mikrosekunden, die
Multiplikation zweier zehnstelliger Zahlen ca. 2,8 Millisekunden. Allerdings sind 50% der Zeit Techniker damit
beschäftigt, fehlerhafte Röhren zu orten und auszutauschen. ENIAC belegt eine Fläche von 140qm und nimmt eine
Leistung von 170 KW (KiloWatt!) auf. Die ersten Röhrenrechner haben einen Energiebedarf, der dem einer kleinen
Stadt entspricht.
Knapp ein Jahr später wird von William Bradford Schockley, John Ardeen und Walter Hauser
Brittain der Transistor erfunden, der eine Revolution in der Elektronik auslösen wird. Es soll aber noch
bis 1958 dauern, bis Jack St.Clair Kilby von Texas Instruments den ersten integrierten Schaltkreis
erfindet. In diesem Jahr wird auch der erste ausschließlich aus Transistoren aufgebaute Computer, der CDC
1604, von Seymour Cray für die Control Data Corp. gebaut.
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Der erste Mikroprozessor
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1971
wird von Intel dann mit dem 4004 der erste Mikroprozessor der Welt herausgebracht. Zwei Jahre später
erscheint mit dem Intel 8080 der erste 8-Bit Allzweckmikroprozessor. 1975 erscheint dann endlich der erste PC
auf den Markt: Der MITS Altair 8800.
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Epilog
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Das wars zwar noch lange nicht, aber mit dem Altair 8800 ist nun der erste PC auf den Markt, den sich auch
Heimanwendner leisten können (auch muß das eigene Heim nicht umgebaut werden, um den Rechner erst einmal
unterbringen zu können). In den folgenden Jahren erscheinen hunderte von Heim- und Büro PCs und unzählige
Großrechenanlagen, u.a. vom Marktführer IBM. Eine (unvollständige) Übersicht über die Heimcomputer wird an
anderer Stelle auf dieser Site gegeben. Viel Spaß beim Lesen.
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Quellen: HNF - Heinz Nixdorf Museum, German Web Computer Museum,
History of Mathematics, Textbuch
Computertechnologie (IBM, 1988), Ausstellungsführer Informatik (Deutsches Museum München, 1996)
Besonderer Dank geht an "History of Mathematics" deren Biographien ich (gekürzt) verwenden durfte.
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