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Prolog
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In diesem Eintrag findet sich zunächst nur die Firmengeschichte der ASCII Corp., die der Microsoft Corp.
fehlt noch und wird später einmal nachgetragen. Die Hardwareliste ist leider auch noch nicht vollständig und
kann durchaus Fehler enthalten. Wer Fehler findet oder Daten zu ergänzen weiß, möge mir diese doch mitte
mitteilen. Auch Bilder von fehlenden Geräten kann ich noch gut gebrauchen.
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Der MSX-Standard
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Die Idee hinter MSX (MicroSoft eXtended) ist, daß Computer zueinander kompatibel sind und
Hard- und Software untereinander ausgetauscht werden können. Microsoft entwickelte den MSX-Standard auf Basis
des Spectravideo SVI-318, für den sie das SV-BASIC stellten. Die ASCII Corp. nahm noch einige Änderungen am
BASIC vor, bevor der neue Standard verabschiedet wurde. Microsoft entwickelte zusätzlich noch die Firmware und
brachte noch ein paar weitere Ideen ein.
Für MSX wurden folgende Hardwarevoraussetzungen festgelegt: Z80 CPU mit mindestens 16KByte RAM und 32Kbyte
ROM, 3-Kanal-Sound, Joystickport, Cartridgeport, 24x32 Zeichen in 16 Farben, 256x196 Pixel, 32 Sprites,
Cassetteninterface mit 1200-2400bps, 72-Tasten-Keyboard.
Es bringen viele weitere Firmen MSX Computer heraus, u.a. Canon, Casio, Daewoo, Fujitsu, Hitachi, JVC,
Kyocera, Matsushita, Mitsubishi, Panasonic, Philips, Pioneer, Samsung, Sanyo, Siemens, Sony, Toshiba und
Yamaha.
Trotz aller Vorzüge, die der MSX Standard bot, hatte er in den USA kaum Erfolg. In Europa, hauptsächlich in
Frankreich und den Niederlande und in Süd-Amerika (Brasilien) war er hingegen recht gut bekannt. 1985 wird der
Standard aufgrund der gestiegenen Bedürfnisse seitens der Anwender erweitert und die ersten MSX 2 Computer
kommen auf den Markt. Der MSX 2 Standard verfügt über bessere graphische Fähigkeiten, 128 KByte VRAM,
batteriegepufferte Uhr, MSX DOS 2.0. Interessanterweise ist MSX DOS 2.0, das von ASCII entwickelt wird, fast
eine Kopie von MS-DOS 3.3. Kurz nach Erscheinen von MSX 2 verläßt Microsoft das Projekt. Aber ASCII entwickelt
noch den MSX 2+ Standard, der aber nur in Japan vermarktet wird und beinhaltet MSX-BASIC 3.0, 16 KByte KANJI
BASIC ROM + KANJI ROM, 16 KByte Disk ROM und 9 Kanal-Sound.
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ASCII Corp.
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Kazuhiko (Kay) Nishi, verläßt völlig untypisch für einen Japaner vorzeitig die "Waseda
University" (eine Elite-Uni), um ein PC-Magazin mit Namen I/O herauszubringen. Dieses führt 1978 dazu, daß er
sein eigenes Unternehmen, die ASCII Corp. gründet, die Computer- und Videospiel-Magazine verlegt. Nach der
Gründung von ASCII hat Nishi auch schon Pläne für die USA. Dort trifft er einen anderen 22-jahrigen
Ex-Studenten, der sich für Computer interessiert: Bill Gates. Kurz darauf wird ASCII auch schon Microsofts
japanische Außenstelle. Bill Gates sagt derzeit einem Reporter des Wall Street Journal: "For a guy from Japan,
Kay's more like me than probably anybody I've ever met.". Hiermit tut er Nishi aber keinen großen gefallen,
denn Nishi hat nun überhaupt nichts von Gates aggressiven Geschäftsgebaren an sich; er ist höflich und kann mit
seinem Charme und seiner Begeisterung überzeugen. Ähnlich oder nicht, die Zusammenarbeit der beiden hat
bedeutsame Auswirkungen. Nishi ist gerade bei Microsoft, als diese eine Anfrage von IBM bekommen, ein
Betriebssystem für ihren neuen Personal Computer zu entwickeln. Nishi überredet Gates ein Angebot zu
unterbreiten. Ohne Nishi hätte es MS-DOS wohl niemals gegeben.
Zurück in Japan, spricht Nishi mit NEC, den ersten japanischen
Personal Computer zu bauen, den PC 8001. Dieser wird dort praktisch zum de fakto Standard-PC. Radio Shack
Modell 100 ist ebenfalls Nishis Idee, ein früher Laptop, der viel von Journalisten derzeit benutzt wird.
Aufgrund der Beziehung zu Microsoft wächst ASCII sehr schnell, aber als Microsoft seine Umsätze auf dem
japanischen Markt erhöht, wird Gates immer mehr mit Nishis unorthodoxen Einstellung zum Geschäft unzufrieden.
Nishi steckt 1 Million USD in eine Werbekampagne, die eine lebensgroße Statue eines Brontosaurus, die vor einer
Eisenbahnstation in Tokyo aufgestellt wird, beinhaltet. Diese Kampagne soll MSX, einen neuen Standard, der von
Microsoft und ASCII kurz vorher entwickelt wurde, promoten. Die Werbung ist ein voller Erfolg, aber Gates
versteht den Witz nicht und die Partnerschaft wird schließlich 1986 beendet, als MS seine eigene japanische
Außenstelle gründet. 1989 geht ASCII als erste japanische Softwarefirma an die dortige Börse und Nishi wird zum
Multi-Millionär.
Nishi wird immer extravaganter, eine Geschichte beschreibt, wie er einst in einen Plattenladen in Los
Angeles ging und dort von jeder LaserDisc, die auf Lager war, ein Exemplar (im ganzen 2000 Stück) kaufte. Nishi
führt ASCII nun in einem neuen Stil, so investiert Nishi nun Millionenbeträge in Firmen wie Vestron (ein
Filmdistributor), ein Reiseunternehmen und einem Helikopter-Mietservice (Nishis beliebteste Art in Japan zu
reisen). In den USA investiert Nishi u.a. in Chips & Technologies, Crosspoint Solutions und NexGen
Microsystems. Aber die hohen Investitionen bedeuten für ASCII hohe Schulden. 1992 belaufen sich die Schulden
auf über 320 Millionen USD und der Aktienkurs fällt von $175 auf nur noch $5.
1993 hat Nishi die Krise mit Hilfe der Industrial Bank of Japan überstanden und vertreibt weiterhin
Magazine, Software (auch Videospiele) und Halbleiter. Seit 1995 ist ASCII auch im Multimediabereich verstärkt
tätig.
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Quelle: The Unofficial Spectravideo Homepage
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