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Level 2: Die Münzen werden knapp...
Nolan Bushnell ist dabei Atari zu verlassen, aber nicht bevor seine Firma den Videospielen letztendlich das
Überleben in der Unterhaltungsindustrie sichert. Und Midway/Taito's Space Invaders ist dabei die gesamte Szene
zu revolutionieren.
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Zwischen den Zeilen
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Während sich das Management noch über seine Gewinne durch Space Wars erfreut, wird Larry Rosenthal
vom Vertriebsleiter Bill Cravens davon überzeugt, Cinematronics zu verlassen und seine eigene Firma
zu gründen mit Cravens als Präsident des neuen Unternehmens.
Letztendlich nimmt er seine gesamte Ausrüstung und Hardwaredokumentation mit und
gründet Vectorbeam in Sunnyvale. Nachdem er sein eigenes konkurierendes Space Wars unter
dem Namen Space War produziert hatte,
entwirft er das Vektorspiel
Speed Freak ,
das 1977 veröffentlicht wird. Während es nicht das erste
1-Personen-Rennspiel ist (diese Ehre gebührt
Night Driver ,
das ein Jahr früher von Atari herausgebracht
wurde), ist es trotzdem eine erstaunliche Produktion. Die bisher realistischste Fahrsimulation Speed Freak
erlaubt es, ein Auto eine kurvenreiche Straße entlangzufahren, wobei man versuchen muß, dem
entgegenkommenden Verkehr und verschiedenen Hindernissen, wie Trampern
und launischen Kühen, auszuweichen. Es gibt auch eine Getriebeschaltung mit vier Gängen und wenn der Spieler
mit einem anderen Auto kollidiert, gibt es eine spektakuläre Explosion mit verschieden wegfliegenden
Karosserieteilen.
Unglücklicherweise werden nur 700-800 Stück hergestellt und so "fährt" Speed Freak in die
Vergessenheit. Die super-sensitive Lenkung und die sehr begrenzte Graphik des eigenen Fahrzeugs helfen ihm
dabei auch nicht gerade. Vectorbeam fällt bald wieder an Cinematronics zurück, mit einer netten Abfindung für
Rosenthal von einer Million USD für seine Firma. Im Gegenzug bekommt Cinematronics die Rechte an Rosenthals
neuem Spiel Tailgunner, sowie alle Rechte an der Vectorbeam Spiele Technologie.
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Danksagungen
Einige Bilder und Informationen stammten aus folgenden Quellen, ohne bestimmte Reihenfolge:
Tim Skelly's History of Cinematronics and Vectorbeam
Gamearchive
History of Cinematronics, Inc., by Bill Paul
Und weitere Informationen von: Larry Rosenthal
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Sie sind da! Jetzt bist Du dran!
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1978 stellt die japanische Firma Taito Pachinko-Spiele
(bei diesem Spiel läßt der Spieler Kugeln auf ein farbenprächtiges Spielfeld fallen und versucht diese in
Löcher zu dirigieren, wofür er Punkte bekommt) her. In diesem Jahr entwirft und programmiert einer ihrer
Ingenieure, Toshihiro Nishikado, inspiriert durch Ataris Breakout und dem 50er-Jahre SF-Kino-Klassiker
War of the Worlds, Taitos erstes Videospiel: Space Invaders. Die Spieler sollen den
Planeten vor grausamen Horden von Aliens beschützen, die den Bildschirm herunter wandern und das ganze mit nur
einer beweglichen Kanone und vier Bunkern als Schutz. Je mehr Alien abgeschossen werden, desto schneller
bewegen sie sich, begleitet durch einen hämmernden pulsierenden Sound. Der Bildschirm ist schwarz-weiß, und zur Darstellung
von Farbe mit Farbschablonen überzogen.
Erwähnenswert ist auch der Demonstrationsmodus: Hier bewegen sich die Aliens über das Spielfeld und ersetzen
Tippfehler, wie z.B. ein kopfstehendes "Y" in "PLAY SPACE INVADERS" oder schießen ein überflüssiges "C" in
der Aufforderung "INSERT CCOIN" weg.
Bei der Veröffentlichung verursacht es Massenaufläufe in Japan und ist der Grund für eine nationsweite Münzknappheit,
welche die Regierung dazu zwingt die Produktion von Yen-Münzen zu vervierfachen.
Händler räumen über nacht ihre Geschäfte aus, um diese mit Space-Invader Automaten vollzustellen. Nachdem
Midway Space
Invaders lizensiert hat,
befindet sich nun auch diese im Besitz des bisher größten Videospielerfolgs. In den USA verläßt das Spiel die
regülären Videospielhallen, die Pool-Hallen und Bars, und taucht nun auch in Kaufhäusern, Restaurants und
anderen beliebten Orten auf. Dem Spiel folgen zahlreiche Klone und Fortsetzungen, wie z.B. Space Invaders II und
Invaders Revenge
und schlägt in den Heimvideospiel-Markt ein wie eine Bombe, als das erste, lizensierte
Spiel für eine Heimkonsole, das Atari-VCS.
Andere Firmen entwickeln schließlich ihre eigenen Space Invader Umsetzungen, als es Mattels Anwälten
auffält, dass das ursprüngliche Copyright für das Spiel nicht ordnungsgemäß angemeldet wurde und nur
der Wechsel des Namen "Space Invaders" notwendig ist, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Dieses
erlaubt der Firma Space Armada zu veröffentlichen, welches ein großer Erfolg
auf der Intellivision mit 931.000 verkauften Kopien wird. In seinen verschiedenen Ausführungen erzielt
dieses Spiel Einnahmen von über 500 Mio. US$ über die Jahre. Und was ist ein klassisches Spielhallenspiel,
wenn es keine modernes Update davon geben täte? In dem Fall von Space Invader, bringt der Spieleentwickler
Z-Axis zusammen mit dem Distributor Activision ein Update auf Nintendos N64 Spieleplattform an Weihnachten 1999
heraus. Mit den üblichen grafischen Verbesserungen, bietet das Spiel zusätzliche Power-Ups,
mehrere Waffen und Endgegner.
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Danksagungen
Einige Bilder und Informationen stammten aus folgenden Quellen, ohne bestimmte Reihenfolge:
Space Invaders Shrine
Gamearchive
Videotopia - Arcade Games
KLOV: Space Invaders
Intellivision Lives!
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Touchdown!
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1978 erscheint Atari Football, kaum auf dem Markt, begeistert seine
neue Steuerungsmethode die Spieler: Der Trak Ball. Es ist eine große schwarze Kugel, die rollbar im Gehäuse sitzt und
je schneller der Spieler sie dreht, desto schneller bewegt sich sein Alter-Ego im Spiel.
Das Spiel wurde ursprünglich von Steve Bristow 1975 entworfen unter dem Titel X's and O's.
Bristow brach die Arbeit an diesem Spiel ab, um Tank zu entwickeln; später wurde die Entwicklung dann
wieder fortgesetzt von Dave Stubbens und Mike Albaugh mit Unterstützung von Lyle Rains.
Eine Neuerung ist auch, dass zum ersten Mal ein Spielfeld angeboten wird,
das die Grenzen des Bildschirmrands sprengt. Es ist möglich über die gesamte Länge eines simulierten Platzes zu
spielen. Es ist auch das erste Spiel, daß eine Sportart auf einer - wenn
auch wagen - Art vorführt. Während die Teams von X'n und O's repräsentiert werden (in der Tradition von
echten Football Spielbüchern), kann der Spieler komplexe Spielzüge aus einem Menü auswählen. Direktes Schießen
ist nicht möglich. Das Spiel hat einen phantastischen Erfolg in den USA, ähnlich dem Spielhallen-Phänomen Space
Invaders. Es bietet auch einen speziellen Zahlmodus: Die normale Spielzeit von 1,5 Minuten kann durch Einwurf
zusätzlicher Quarters verlängert werden.
Das Original ist für zwei Spieler, Atari veröffentlicht später noch eine vier Spieler Version, die von Ed Logg
entwickelt wurde.
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Danksagungen
Einige Bilder und Informationen stammten aus folgenden Quellen, ohne bestimmte Reihenfolge:
Atari Historical Society - Atari Coin-Op/Arcade Systems
THE HISTORY OF VIDEOGAMES PART 6
Videotopia - Arcade Games
Videotopia - Top 16
The Giant List of Classic Game Programmers
KLOV: Football
Phoenix: The Fall and Rise of Videogames
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Felsen und Rekorde brechen...
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Davon aufgescheucht, daß sie nicht für den Erfolg "Space Invaders"
verantwortlich sind, sucht Atari verzweifelt nach dem nächsten großen Automaten-Hit. 1978 entwickelt der
27-jährige Lyle Rains ein Spielprinzip für Cosmos, eine Firma, die holographische Spiele unter der
Leitung von Pong-Entwickler Al Alcorn plant zu entwickeln. Unter dem Arbeitstitel Planet Grab,
soll der Spieler in dem in 3D wiedergegebenen Spiel durch ein Sonnensystem fliegen und Asteroiden zerstören.
Dieses 3D-Spiel ist ein wenig mehr als nur ein
Wunschtraum von Atari; es wird ein Prototyp als programmierbares Handheld-System produziert und 1981 der
Öffentlichkeit vorgestellt. Der groß angepriesende holographische Inhalt beschränkt sich aber auf
phantasievolle 3D-Hintergründe für Standardspiele wie Asteroids und Space Invaders und so wird das Projekt
Cosmos schließlich eingestellt. Nach einem Treffen Rains mit Ataris Programmierer Ed Logg, wird die Idee als
Vektorgraphikspiel aber weiterentwickelt.
Unter dem Namen Asteroids, wissen Ed Logg und sein Team schon, daß sie einen großen Hit landen
werden. Sie müssen Atari-Angestellte von anderen Prototypen regelrecht abziehen, um daran zu arbeiten.
Als das Spiel 1979 veröffentlicht wird, zeigt sich,
daß sie richtig lagen. Asteroids ist ein wahrer Meilenstein... Es definiert dieses Genre - der öffentlichen
Meinung nach - buchstäblich. Eine perfekte Synergie zwischen Einfachheit und intensiven Spiel: Die Spieler
müssen mit einem Raumschiff in einem Asteroidenfeld umherfliegen. Wird ein Felsen beschossen, zerbricht er in
kleinere, bis er schließlich ganz zerstört ist. Mit dem Hyperspace-Knopf kann der Spieler zu einem zufällig
bestimmten Punkt auf dem Spielfeld springen, um dem sofortigem Tode zu entrinnen; allerdings mit dem Risiko an
einem Punkt vor einem neuem Projektil wieder aufzutauchen. Von Zeit zu Zeit taucht auch ein UFO auf, darauf
bedacht, den Spieler zu zerstören.
Zusätzlich wird mit Asteroids ein High-Score System eingeführt, welches es dem Spieler erlaubt seine Initialen
neben des High-Scores einzugeben, um diesen so allen anderen Spielern zu zeigen.
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Die Nachfrage nach dem Spiel ist so hoch, daß Atari die Produktion seines ersten Vektor-Spiels Lunar
Lander, das gerade einmal drei Monate früher auf den Markt kam, einfriert, um noch mehr Asteroid-Automaten herzustellen. Es werden
über 70.000 Stück verkauft, eine Anzahl, die sogar den
vorherigen Rekorthalter Space Invaders in den Schatten stellt. Asteroids
ist im Grunde auch interessanter als das monotone Space Invaders; das Raumschiff verfügt über eine simulierte
Massenträgheit und erlaubt es in unglaublich engen Manövern zwischen den Asteroiden umherzufliegen. Es gibt
noch zwei Nachfolger zu Asteroids: Asteroids Deluxe von Dave Shepperd in 1980 und einer überarbeiteten Version mit Rastergrafik
Blasteroids in 1987. Nach einer
hervorragenden 16-jährigen Karriere bei Atari, entwirft Ed Logg ein paar der bekanntesten
Automatenspiele, darunter Centipede (zusammen mit Donna Bailey), Millipede, Gauntlet, Gauntlet II, XYbots, und
Steel Talons.
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Bilder:
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Danksagungen
Einige Bilder und Informationen stammten aus folgenden Quellen, ohne bestimmte Reihenfolge:
Brian's Coin-Op History Archive
Wikipedia - Ed Logg entry
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