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Level 3: Technische Erweiterungen
In den 80er Jahren haben die Videospiele ihren Unterhaltungswert bewiesen. Während einige Experten schon das
Ende der Automatenspiele, wegen des wachsenden Heimcomputermarkts, voraussehen, kommen neue Automatenspiele auf
den Markt: Spiele in Farbe und mit Sprachausgabe!
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Nun in fantastischen 8-Bit Farben!
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1955 wird die "Nakamura Manufacturing Company of Japan"
gegründet. Nachdem sie ihren Namen in Namco 1974 geändert haben, gründen sie eine Videospieleabteilung
durch den Einkauf des japanischen Ablegers der Atari Corp. 1979 entwickeln sie mit Galaxian das erste farbige Arcade-Spiel (Farbe
wurde bisher mit Hilfe von farbigen Overlays nachgebildet, wie z.B. bei Space Invaders). Wie auch bei Invaders
steuert der Spiele ein Raumschiff und feuert auf ein paar Reihen von Aliens, die über den Bildschirm laufen.
Diesmal wandern die Aliens nicht nur einfach langsam von oben nach unten, sondern lösen sich aus der Formation
und feuern Bomben auf den Spieler.
Das Spiel ist schon während seiner Entwicklung ein kleine Sensation bei Namco und nach
seiner Veröffentlichung beginnt Namco mit der Produktion eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten. Zahlreiche Nachfolger zu
Galaxian folgen, darunter 1983 Galaga , ein sehr bekannter Titel, der selbst
unzählige Nachfolger mit sich bringt, u.a. Galpus (Galaga 3) und dem Remake Galaga '88 in 1988.
 Die Verbesserungen von Galaga, von der
detailierteren Graphik mal abgesehen, kommt in der Form eines Strahls, mit dem die Aliens versuchen, das Schiff
des Spielers zu treffen. Durch das Abschießen dieses Gegners kann der Spieler ein Schiff zurückgewinnen und
seine Feuerkraft verdoppeln. Galaga ist auch das erste Spiel, das einen Bonus-Level zwischen den normalen
Spielstufen bietet, den "Challenging" Level.
Mit Hilfe eines Lizenzabkommens zwischen der japanischen Firma und Midway, gelingt es Midway enorme Profite
in Nordamerika einzufahren. Galaxian und Galaga folgen daraufhin Space Invader und werden auf die Heimkonsolen
portiert. Namco ist eine der wenigen Videospielunternehmen, die auch heute noch unabhängig Spiele
produzieren.
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Bilder:
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Danksagungen
Einige Bilder und Informationen stammten aus folgenden Quellen, ohne bestimmte Reihenfolge:
arcade-history
namcoArcade 8.0 ))) Corporate Philosophy
Vintage Computer and Gaming
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Sound? Nein, danke!
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 Sprachausgabe wird erstmals 1980 in Stratovox von
Taito eingesetzt. Das Ziel dieses Spieles ist es zu verhindern, daß Aliens Kolonisten von einer
Planetenoberfläche entführen. Die Sprachsynthese verbraucht Unmengen an Speicher und die Hardware, die dazu
verwendet wird eine männliche Stimme nachzubilden, benötigt einen 1,5 MHz Chip (das entspricht ungefähr der
Hälfte des Taktes des Z80, der den Rest des Spiels steuert).
Auf nur vier Phrasen beschränkt, hört man verzerrt Hilferufe von den entführten Kolonisten.
"Help me!" hört man, wenn gerade wieder ein Kolonist entführt wird und "Very good!", falls
man ihn befreien kann. Für jeden befreiten Kolonisten gibt es ein "Lucky!" am Ende des Levels und ein
"We'll be back!", falls ein Alien zerstört wurde.
1983 erscheint Stratovox von Sirius Software noch für den C64; allerdings nicht unter dem Originalnamen,
sondern als Bandits.
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Ein neues Genre
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Universal (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Filmstudio) bringt mit Space Panic , einem Plattformspiel, 1981 einen
weiteren Meilenstein heraus. Plattformspiele sind derzeit Spiele, bei denen der Spieler Leitern erklimmen und
Plattformen entlanglaufen muß, wobei er Zusammenstöße mit irgendwelchen Monstern oder anderen Objekten
vermeiden sollte. In Space Panic sind die Feinde kleine teuflische Weltraumäpfel, die versuchen, den Helden zu
beißen. Glücklicherweise ist unser Kämpfer mit einer Schaufel
bewaffnet und kann damit Löcher buddeln, in welche die Aliens hineinfallen können. Anschließend kann unser Held
diese wieder zuschaufeln und so die Aliens beseitigen. Er muß aber immer auf seinen Sauerstoffvorrat achten,
der ihn zu ersticken droht, wenn er zuneige geht. Dieses Spiel ist das Vorbild für das Apple II Spiel Apple
Panic und ebnet den Weg für hunderte von anderen Plattformspielen, u.a. Donkey Kong von Nintendo und viele
andere Spiele für Konsolen. Universal produziert sehr viele Spiele, bis sie sich 1985 auflösen. Ihre größtesten
Spiele sind wahrscheinlich die Mr. Do Versionen, die auf dem Original
"Mr. Do!" basieren, u.a. handelt es sich um Mr. Do's Castle (in Asien: Mr. Do vs. the
Unicorns) und Mr. Do's Wild Ride. Die Serie bietet das wohl fesselnste Spielprinzip aller
Zeiten.
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Willkommen: Gorfian Empire!
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Jay Fenton, der Entwickler von der Bally/Midway Konsole Astrocade, schreibt
1981 Automaten-Geschichte mit dem Spiel Gorf , dessen Hardware auf der Astrocade
beruht. Die Level in diesem Spiel sind nicht so sehr originell, aber Gorf bietet als erstes Videospiel einen
"Quark Laser", der es dem Spieler erlaubt, einen misglückten Schuß abzubrechen und nochmals zu
feuern. Auch kann der Spieler in Gorf fast ein Drittel der Bildschirmfläche "befliegen". Die
Geschichte handelt von einer Invasion der Gorfians, eines möderischen Roboter-Eperiums, das darauf bedacht ist,
die Erde zu erobern. Der Spieler muß den Planeten durch fünf Level hinweg verteidigen: Ein Space Invader Clone
mit einem Energieschutzschild für das Spielerraumschiff; zwei Galaxian Clones (eines mit einem Laser-Schiff,
das versucht den Spieler abzuschießen); einer Warp-Sequence, in der die Aliens aus dem "Nichts" in
der Bildschirmmitte erscheinen und dem Finale gegen das gefürchtete Mutterschiff der Gorfians. Wird das Finale
gemeistert, beginnt das Spiel wieder von vorne, diesmal aber schwieriger.
 Gorf ist auch der Vorreiter von Spielen mit Sprachausgabe, die sich den
Synthesechip mit Namen Votrax nutzbar machen. Dieser Chip emuliert die menschliche Sprache mit Hilfe von
Phonemen und erlaubt so einen wesentlich geringeren Speicher, als wenn Sprache direkt digitalisiert wird. Der
Votrax erlaubt eine bessere Qualität der Sprachausgabe als bei Stratovox mit einer erstaunlichen Anzahl von 25
Sätzen. Tatsächlich sind die brutalen Bemerkungen der Grund dafür, warum das Spiel so populär geworden ist;
unter den Ausrufen u.a.: "I devour coins!", "Your end draws near" und "You will meet a
Gorfian doom!". Es ist klar, daß Jay Fenton noch eine Fortsetzung entwirft: Ms. Gorf (1982). Dieses
Spiel scheint aber sehr selten zu sein. Als ein anderer Volltreffer für Midway, provoziert Gorf die übliche
Flut von Umsetzungen für die Heimsysteme wie das VCS. Insbesondere die Colecovision Umsetzung ist eine
Besonderheit: Eine fast perfekte Umsetzung, allerdings ohne Sprachausgabe.
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