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Computergeschichte aus England
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Der MK14
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Sinclairs Erfolg beruht auf neuen und innovativen Produkten. Schon 1979 gibt es einen gefestigten
"Personal-Computer" Markt. Commodore hat schon ein Jahr zuvor für £700 den PET Home-Computer herausgebracht.
Apple und Tandy sind ebenfalls schon bekannt. Deren Maschinen werden in Labors, kommerziellen und schulischen
Institutionen verwendet; kaum jemand hat einen Computer bereits zu Hause im Einsatz.
Sinclair möchte ein Produkt mit allen notwendigen Features herauszubringen, aber zu einem sehr niedrigen
Preis. Im Mai 1979 schreibt die Financial Times: "Personal Computer werden ständig billiger und ihr Preis wird
in den nächsten fünf Jahren auf unter £100 fallen"; Sinclair beabsichtigt das in ein paar Monaten zu
schaffen!
1977 berichten US Elektronikmagazine über die ersten Heimcomputer, die zuerst für Elektronikenthusiasten
interessant sind. Obwohl Taschenrechner und Digitaluhren-Bausätze veröffentlicht werden, sagt man den
Heimcomputer-Bausätzen einen neuen Markt aus. Für knapp £200 bieten diese Bausätze eine unbekannte Leistung und
bieten so kaum einen Anreiz für einen Spontankauf.
Im Juni 1978 bringt Science of Cambridge einen Mikrocomputerbausatz mit dem National SC/MP Chip
heraus. Der Rechner wird als MK14 vermarktet. Sinclair ist zunächst nicht in der Lage die Nachfrage zu
befriedingen, der eine extravagante Anzeigenkampagne vorausging. Science of Cambridge hat National
Semiconductors angewiesen nur 2000 Bausatzgruppen zu fertigen. In seinem kurzen Leben wird der erste billige
Computerbausatz aus England zwischen 10.000 bis 15.000-mal in den ersten Jahren verkauft.
Für den MK14 folgen noch ein VDU-Modul (16x32 Zeichen auf einem normalen Fernseher), ein
Cassettenrecorder-Interface und ein PROM-Programmierer. 1978 gründet Chris Curry Acorn Computers auf, deren
erster Computer, das System 75, bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit dem MK14 aufweist. Der unerwartete Erfolg des
MK14 bringt Sinclair dazu, einen komplexeren Computer zu entwerfen. Der Prozessor wird durch einen Z80A von
Zilog ersetzt und BASIC ersetzt den hexadezimalen Code. In jedem erweiterten MK14 stecken bereits die
wesentlichen Dinge eines anderen Rechners, der die Welt im Sturm erobern wird, dem ZX80...
Nur wenige erinnern sich daran, aber das Microcomputer Kit 14 (MK14) von 1977 ist Sinclairs erster Computer
gewesen. Knapp über 50.000 werden nur verkauft und die Leistungsfähigkeit ist minimal und er besitzt nur sehr
wenig Speicher. Jedoch ist der Rechner wegweisend und ohne ihn gebe es womöglich keinen ZX81, Spectrum, BBC
Micro oder Archimedes.
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Der ZX80
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Der
ZX80, der weltkleinste und billigste Computer, wird erstmals auf einer Ausstellung in Wembley Ende
Januar 1980 der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Maße 22,8cm x 17,8cm (9" x 7"); sein Preis £99,95 bzw. £79 als
Bausatz. Um den Preis niedrig zu halten, benutzten die Entwickler einige radikale Ideen, um die Bauteilanzahl
gering zu halten. Die größte Sparmaßnahme ist, daß der heimische Fernseher als Monitor benutzt wird und zur
Speicherung von Daten und Programmen ein normaler Cassettenrecorder Verwendung findet. Der Rechner verfügt über
eine Z80A CPU, ein 4KByte ROM, das einen speziellen BASIC-Interpreter beinhaltet, 1KByte RAM und eine
Interface-Einheit. Kurios ist das Bildschirminterface. Da der ZX80 (und auch 81) keinen Videocontroller besitzt,
muß diese Aufgabe von der CPU erledigt werden. Da dieses aber schon 3/4 der CPU Zeit benötigt, wird der ZX81
später zwei Betriebsarten besitzen: Slow und Fast. Im Fast-Modus ist der Bildschirm abgeschaltet und die CPU
hat mehr Zeit für andere Aufgaben. Der Bildschirmspeicher selbst wird dynamisch verwaltet, d.h. er belegt nur
soviel RAM wie nötig. Dabei belegt er pro Zeile mindestens 1 Byte, werden mehrere Zeichen pro Zeile angezeigt,
so wird nur der Speicher bis zur zuletzt belegten Spalte benötigt. Grund warum viele Programme auch nur den
linken Teil des Bildschirms benutzen, um einfach RAM-Speicher zu sparen. In den 1024Byte RAM sind außer dem
Videospeicher (bis zu 768 Byte bei vollem Bildschirm), auch noch der Druckerpuffer (32 Byte), einige
Systemvariablen und nicht zuletzt das BASIC-Programm untergebracht.
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Der ZX80 zielt auf Personen, die wissen wollen, wie ein Computer programmiert wird. Die
potentiellen Käufer aber davon zu überzeugen, den ZX80 auch zu kaufen ist ein Problem, da die Allgemeinheit zur
damaligen Zeit sich Computer wie folgt vorstellt: Riesengroße Geräte, die in klimatisierten Umgebungen
aufgestellt werden, mit großen Schränken mit Magnetbändern, die laufend hin- und herspulen. Wie soll man die
Leute davon überzeugen, daß dieses auf den ZX80 nicht zutrifft? Es besteht aber kein Grund zur Sorge.
Der ZX80 wird sofort ein Erfolg. In den ersten 5 Minuten der Ausstellung werden gleich 10
Bestellungen aufgegeben. Clives wirkliches Problem ist, daß nach der Ausstellung so viele Schecks eingehen, daß
nun auch Verwaltung und Produktion die Nachfrage befriedigen können. Sinclair will den ZX80 auch in den USA
verkaufen, obgleich er dort keinen so großen Markt vermutet. Er nimmt den ZX80 mit zur Las Vegas Consumer
Electronics Show und trifft dort Nigel Searle in Boston. Ein paar Tage später hat Searle einen neuen Job. Er
verkauft den ZX80 (und später den ZX81) in den USA bis 1982.
Sinclair Research expandiert schnell. Bis September 1980 werden über 20.000 ZX80 verkauft. Während dieser
Zeit arbeiten 12 Angestellte in Cambridge, sechs weitere in St Ives und Searle in Boston. Die Maschine verkauft
sich sehr gut, da keine direkten Konkurrenten existieren, hat aber auch einige gravierende Nachteile, wie eine
fehlende Fließkommaeinheit und die Unfähigkeit separate Dateien auf Cassette zu verwalten. Die Folientastatur
ist ebenfalls nicht gerade beliebt bei den Anwendern. Im September 1980 wird dann noch eine 16KByte Erweiterung
vorgestellt.
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Der ZX81
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Der ZX81 wird im März 1981 vorgestellt. Er beinhaltet einen neuen Chip,
der von Sinclair Research entworfen und von Ferranti produziert wird, die ULA (Universal Logical Unit). Der
neue Chip ersetzt 18 Chips im ZX80 und der Preis sinkt so auf £69,95 bzw £49,95 als Bausatz.
Es gibt auch eine ROM-Erweiterung vom ZX80 auf den ZX81 (der ZX81 verfügt nun über 8KByte ROM). Der ZX81
besitzt endlich eine Gleitkommazahleinheit und wissenschaftliche Funktionen. Die Gleitkommazahleinheit ist jedoch
per Software realisiert in einer Art FPU-Emulator bzw. Macro-Prozessor, der Byte-Sequenzen im Code als
Macros für den FPU-Emulator interpretiert, bis eine Endmarkierung auftritt. Dieser FPU-Emulator wird vom
BASIC genutzt, ist aber auch aus Assembler heraus nutzbar.
Wird der ZX81 er an an einen Farbfernseher
angeschlossen, zeigt er schwarze Zeichen auf einem ruhigen weißen Hintergrund an. Das ist eine enorme
Verbesserung gegenüber dem ZX80. Sinclair kündigt auch einen Drucker für den ZX81 für das Jahresende an.
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Der ZX81 bekommt eine sehr positive Vorstellung von David Tebbutt in der Personal Computer
World. Der Drucker wird dann im November 1981 für £49,95 vorgestellt. Obwohl er für den ZX81 entwickelt wurde,
kann er auch an den ZX80 mit ROM-Erweiterung verwendet werden. Es ist ein sehr kompaktes Gerät, daß 32 Zeichen
pro Zeile auf aluminiumbeschichtetes Thermopapier druckt. Heute würde man ihn als 1-Nadel-Drucker bezeichnen
(tatsächlich sind zwei Nadeln, die immer im Kreis rotieren); einen Druckkopf, der mehrere Punkte auf einmal
drucken kann, gibt es nicht. Die Ausdrucke sind teilweise so schlecht, daß man die aus 8x8 Pixeln bestehenden
Zeichen kaum lesen kann.
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Der Markt expandiert weiter. März 1981 bekommt Mitsui die Rechte für die Vermarktung in Japan und verkauft
dort im ersten Jahr 20.000 Stück. Bis Januar 1982 werden 300.000 ZX81 weltweit verkauft; im Februar sind
bereits 500.000 hergestellt. Mitte 1982 bekommt Timex die Lizenz Clones für den amerikanischen Markt zu bauen.
Jetzt gibt es kein Halten mehr. Hunderte von Firmen produzieren Programme, Bücher, Speichererweiterungen,
Drucker, Soundgeneratoren und Keyboards für den kleinen Sinclair.
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Der ZX-Spectrum
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Während der Markt weiter expandiert, arbeiten die Ingenieure an einem Gerät mit Codenamen ZX82. Die
Hardware wird von Richard Altwasser entwickelt, der später seine eigene Firma Cantab gründet und einen
Computer mit Namen Jupiter Ace herausbringt.
Den Spectrum gibt es in zwei Varianten: 16KByte RAM für £125 und
48KByte RAM für £175. Für £60 kann man den kleineren Speccy auch aufrüsten. Der Spectrum ist in vielerlei
Hinsicht besser als der ZX81: Er kann acht Farben in zwei Helligkeitsstufen darstellen, er besitzt einen
1-Kanal-Soundgenerator, eine hochauflösende Grafik von 256x192 Punkten, ein verbessertes BASIC, ein neues
(Radiergummi-)Keyboard (darunter aber immer noch die vom ZX81 gewohnte Folientastatur), und viele andere
Features, u.a. auch die Möglichkeit separate Datenfiles zu speichern. Damit Dateien leichter aufgefunden werden
können, zeigt er blau-rote bzw. blau-gelbe Kontrollstreifen mit Hilfe des Bildschirmrandes an. Bei
Konkurrenzprodukten (z.B. C64, TI94/4A usw.) sucht man nach einer derartigen Hilfe vergeblich.
Die Sinclair Rechner können mit allen anderen Computern konkurrieren: Der
ZX81 mit dem Acorn Atom, der Spectrum mit dem BBC Model A. Er ist der billigste Heimcomputer, der Farbgrafiken
darstellen kann; Kritiker aber bemängeln den eingebauten Soundgenerator, der zwar Piepstöne von sich geben
kann, die für Spiele ausreichen, aber auch nicht mehr. Zu Sinclairs Enttäuschung wird auch gerade dazu der
Spectrum hauptsächlich benutzt. Der Spectrum ist in der Lage sehr komplexe Spiele laufen zu lassen und viele
Firmen produzieren hunderte von Programmen für ihn. Bis Februar 1983 werden 200.000 Spectrums verkauft und nach
Ostern sind es 12-15.000 pro Woche alleine in England. Der Speccy wird in 30 Ländern verkauft.
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Sinclairs Hauptbeitrag zu dem enorm großen Markt ist das Interface
I und II. Das Interface I dient zum Anschluß des Microdrives (ein Bandlaufwerk), zum Aufbau eines
lokalen Netzwerks und besitzt eine Standard RS232 Schnittstelle. Das Interface II ist eine Kombination
aus Joystick-Anschluß und ROM-Cartridge Port. Das IF-II verschwindet aber schnell wieder vom Markt, da die
Cartridges mit £19,95 viel zu teuer sind. Obwohl Kempston mit seinem Joystickport einen Quasistandard gesetzt
hat (das IF-II ist dazu nicht kompatibel), wird der IF-II kompatible Port später in den Spectrum Plus 2 und 3
von Amstard integriert.
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Im Oktober 1984 erscheint der Spectrum+, der über eine verbesserte Tastatur verfügt.
Zwar sind jetzt die Tasten aus Plastik und es gibt zusätzliche Funktionstasten, aber unter dieser Tastatur
findet man immer noch die gewohnte Tastaturfolie vom Spectrum. 1985 erscheint (zuerst in Spanien) der
Spectrum 128. Der 128 sieht wie der Spectrum+ aus, verfügt aber über 128KByte Speicher und besitzt einen
neuen Dreikanal-Soundchip (ähnlich dem, der später im Atari-ST benutzt wird). Weiterhin wurde das Basic
überarbeitet (128K Basic) und der neue Speccy besitzt nun weitere Anschlußmöglichkeiten.
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 Sinclair ist schon immer für seine unpopulären Lösungen bekannt
gewesen und das spiegelt sich auch in den Microdrives wieder. Sie sind eine Alternative zu den teuren
Floppy-Laufwerken und sind eine kleine Ingenieur-Meisterleistung. Die ersten Microdrives werden für den
Spectrum hergestellt und kosten £50 (plus £50 für das Interface I). Obwohl der QL später auch die Microdrives
benutzt, ist ein Datenaustausch zwischen Spectrum und QL wegen unterschiedlicher Auzeichnungsformate nicht
möglich. In jedem Cartridge (auch als "stringy floppy" bekannt) sind 6 Meter eines 1,9mm breiten Magnetbandes,
das mit 76cm/s transportiert wird (entspricht einer Zugriffszeit von nur 3,5s) und Speicherplatz für 85KByte
bietet. Leider sind die Cartridges sehr teuer, sehr selten und haben nur eine sehr gerige Lebensdauer. Die
Technologie überholt die Microdrives schon bald und Amstrad baut in den Spectrum +3 ihr eigenes 3"
Diskettenformat ein.
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Der QL
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Es
gibt schon länger Pläne für einen ZX83, der für Unternehmen interessant ist. Dieser Markt ist etwa
zehnmal größer als der Heimcomputermarkt in dieser Zeit. 1984 kostet ein einfacher Bürorechner mindestens
£2000. Sinclair will diesen Preis weit unterbieten. Der Name für den neuen Rechner lautet QL, die
Kurzform für Quantum Leap (Quantensprung).
Der QL erscheint im Januar 1984. Der Hauptgrund der für den QL spricht, ist sein geringer Preis, während er
mit anderen, wie den IBM-PC, Apple Macintosh, Commodore 264 und Acorn konkurrieren muß. Bei der Vorstellung des
QL wird klar, wieso er als Quantensprung bezeichnet wird: Er bietet Features, wie ein
Multitasking-Betriebssystem und eine graphische Oberfläche mit Fenstern, die normalerweise nur bei sehr viel
teureren Rechnern zu finden sind.
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Die Bestellungen treffen zwar ein, aber Sinclair kann nicht in den versprochenen 28 Tagen
liefern. Im März gibt Sinclair bekannt, daß der QL nun im April lieferbar sein wird. Ende Mai hat die Firma
schon über £5.000.000 für 13.000 Maschinen erhalten, kann aber nur wenige Hundert liefern. Im Juli wird
bekanntgegeben, daß er im September erscheinen wird. Die Maschinen, die ausgeliefert werden, sind immer noch in
der Entwicklung und bekommen allmählich verbesserte Versionen von QDOS, dem Betriebssystem, verpasst. QDOS ist
zweimal so groß und mindestens viermal so komplex wie das Betriebssystem des Spectrum und die Absicht es in nur
12 Monaten zu entwickeln ist wohl nur ein frommer Wunsch. Das EPROM, das aus der Rückseite herausschaut,
spricht auch nicht gerade für ein fertiges Produkt.
Im Januar 1984 spricht Clive von einer Produktion von 100.000 Geräten pro Monat. Tatsächlich werden weniger
als 60.000 Geräte im ersten Jahr verkauft. Sinclairs unnachgiebige Haltung keine Spiele für den QL zu
produzieren, um ihn nicht als Spielemaschine zu vermarkten, bringt ebenfalls potentielle Käufer ab.
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Das C5
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Sinclairs nächster Streich ist zwar kein Computer, aber er sei hier dennoch kurz erwähnt. Anfang
1985 bringt Sinclair das C5, ein elektrisches Fahrzeug, auf den Markt. Angetrieben wird das C5 von einem
kleinen Motor, der es auf ganze 25km/h bringt (viel zu langsam, um damit auf der Straße auch wirklich zu
fahren). Es werden nur 17.000 Stück verkauft und nach nur ein paar Monaten wird die Produktion nach einem
Verlust von 7 Millionen Pfund wieder eingestellt. Sinclair wird aber ein paar Jahre später noch weitere
Fahrzeuge herausbringen.
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Loki, Janus und Pandora
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Als Sinclair 1986 von Amstrad aufgekauft wird, sind einige Projekte noch nicht verwirklicht worden. Sehr
interessant ist der "Super Spectrum", Codename Loki, der gegen den Amiga und ST antreten soll. Er
verfügt über eine höhere Graphikauflösung (mit bis zu 512x256 Pixel in 256 Farben) und bessere
Soundfähigkeiten. Eine Reihe von Schnittstellen, wie MIDI, Joystick, Lightpen usw. sind ebenfalls vorhanden und
das ganze soll weniger als £200 kosten. Für diesen Preis ist dieses aber kaum zu verwirklichen (im Vergleich
dazu kostet ein Amiga fast das achtfache).
So kommt der Loki gar nicht erst aus der Design-Phase heraus (angeblich sollen einige Prototypen hergestellt
worden sein, was ich aber bezweifle). Allerdings greifen zwei ehemalige Sinclair-Entwickler, John Mathieson und
Martin Brennan, das Konzept wieder auf und gründen die Firma Flare, die eine Multiprozessor Spielkonsole
basierend auf dem Loki entwickelt. Diese Konsole wird später von Atari aufgekauft, um - weiterentwickelt - als
Jaguar gegen Sega und Nintendo antreten zu können.
Teile des Loki Designs finden sich auch im Spectrum-Clone SAM Coupé wieder, der von MGT Technologies in
England entwickelt wird. Die Entwickler sind ebenfalls ehemalige Sinclair Mitarbeiter: Bruce Gordon und Alan
Miles.
Das wohl
unbekannteste Projekt dürfte der Janus sein. Bis auf eine Designstudie ist auch nicht viel über das
Gerät bekannt. (Anmerkung: Planet Sinclair äußert zwar einige Vermutungen, aber konkretes konnte bisher niemand
in Erfahrung bringen. Auch das Bild (rechts) stammte von Planet Sinclair. Ich gehe zwar davon aus, daß es ein
Fake ist, aber bei Sinclair weiß man nie.)
Schon seit Anfang der 80er Jahre will Clive Sinclair einen tragbaren PC mit eingebautem Bildschirm
herausbringen und kündigt schon 1980 einen tragbaren ZX80 an. Allerdings schafft es Sinclair nicht die
Flachbildschirmtechnologie, die das Unternehmen über 20 Jahre hinweg entwickelt hat, mit einem Computer zu
verbinden. Es folgen Ankündigungen für einen tragbaren ZX81, Spectrum und sogar QL. Die ganze Zeit über läuft
das Projekt unter dem Namen Pandora. Der Name beruht auf der arbeitsweise des Flachbildschirms, der im
Prinzip ein Projektionsbildschirm ist. Mit einem günstigen LCD-Bildschirm wäre das Projekt ggf. zu
verwirklichen gewesen, aber Sinclair macht mehrfach deutlich, wie wenig er von dieser Technologie hält.
Ironischerweise bringt er Jahre später mit dem Z88 ein tragbares Gerät heraus, das gerade diese LCDs
benutzt.
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Nach der Übernahme von Amstrad...
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1986 wird Sinclair Research Ltd von Amstrad
übernommen. Amstrad selber produziert noch den Spectrum +2 (mit eingebautem Cassettenrecorder),
Spectrum +3 (mit integriertem Diskettenlaufwerk) und den 2A (eine Mischung aus beiden). Beide
basieren auf dem Spectrum 128, wobei der +3 u.a. wegen seines 3" Diskettenlaufwerks nicht mehr 100% kompatibel
zu den alten Spectrums ist.
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Der PC 200
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Mit dem PC 200 bricht Amstrad mit der bisherigen Sinclair-Linie. Tatsächlich ist er auch
kein Sinclair, sondern ein Amstrad PC 1512 in einem Sinclair Gehäuse, das wie ein Atari 520 aussieht.
Der Rechner wird mit einem eingebautem 3,5" Laufwerk geliefert, mit Maus- und Joystick-Ports unter dem
Keyboard. Die Copyright-Meldung auf dem Bildschirm gibt "Copyright Amstrad 1985" aus und der PC 200 wird zur
selben Zeit unter dem Amstrad Label als Amstrad PC 20 vorgestellt (der Sinclair hat ein schwarzes
Gehäuse, das vom Amstrad ist weiß).
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Der Z88
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Nachdem
Sinclair Research Ltd 1986 von Amstrad übernommen wird, gründet Sinclair eine neue Firma unter dem Namen
Cambridge Computers (er hat die Rechte an dem Markennamen Sinclair mit verkauft). Das Hauptprodukt ist
der Z88, ein Laptop basierend auf einem Z80 mit LCD Bildschirm, der allerdings nicht PC kompatibel ist.
Er ist überraschend erfolgreich auf dem Markt, verglichen mit den frühereren Modellen ist der Erfolg aber
trotzdem sehr bescheiden.
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Zike & Zeta und das X1
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1992 bringt Sinclair ein elektrisches Ultra-Leicht-Fahrrad, das
Zike, auf den Markt, das nur ganze 11kg wiegt. Das Zike ist aber wie das C5 ein Flop und verkauft sich
nur ganze 2000-mal. 1994 erscheint das Zeta (Zero-Emission Transport Accessory), ein Zusatzmotor fürs
Fahrrad, der eine Geschindigkeit von 20km/h bietet. 1996 folgt der Zeta II. 1997 bringt Sinclair das
X1, ein Miniradio, auf den Markt.
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Quelle: Teile der Informationen stammten von Planet Sinclair, u.a. auch das Bild vom "Janus"
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