Copyright-Hinweise / Copyright-Notice
 
Sinclair

Computergeschichte aus England


Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite stammten teilweise aus zweiter oder dritter Hand, so daß ich die Richtigkeit dieser Infos nicht überprüfen kann. Wer Ergänzungen hat, oder Fehler findet, möchte mir diese doch bitte zusenden!

Hier soll eine Übersicht über die Sinclair Clones in aller Welt entstehen. Bisher ist das hier aber noch eine Baustelle, ich hoffe aber, daß diese Seite bald fertiggestellt sein wird. Wer Infos über Sinclair Clones besitzt: Immer her damit :-) Werden dringends gebraucht!

ZX-Spectrum Nachbauten

Nachbauten in der DDR

HCX Im Jahre 1987 entwickelt die TU Magdeburg einen ZX-Spectrum Clone unter der Bezeichnung HCX. Dieser ist aufgrund des geänderten ROMs nicht ganz Spectrum kompatibel, da der ULA-Chip durch zwei ICs nachgebildet wird. Dieser ist aber offiziell nicht im Handel zu haben, sondern wird zunächst von Freaks nachgebaut.

Später erscheint ein etwas besserer Clone unter dem Namen SPECTRAL vom IFAM Erfurt.

Nachbauten in Russland

ZX-Spectrum Clone In Russland gibt es eine vielzahl von Nachbauten, die, jenachdem wer sie gerade zusammengeschraubt hat, auch verschieden aussehen können.

Der Hobbit

Die Computerentwickler Michail Osetinskij und Dmitri Michailov aus Leningrad wollen Mitte 1990 einen Rechner für Ausbildungszwecke entwickeln. Da es in der SU zu diesem Zeitpunkt keine Copyright-Gesetze gibt, entscheiden sich für den ZX Spectrum, der in der SU auch der wohl am besten dokumentierte Rechner ist (deshalb ist der Hobbit auch nicht der einzige Clone, sondern über 20 verschiedene Modelle gibt es alleine in Leningrad). Sprinter Der Hobbit wird im September 1990 von den beiden in London vorgestellt. Aber die beiden Clonen den Rechner nicht nur, sondern erweitern ihn auch um einige Features. Ein normaler PC kostet zu dem Zeitpunkt über 60.000 Rubel, ein ZX Spectrum über 40.000. Für jemanden, der nur 250 Rubel im Monat verdient, ist das viel zu viel.

Es werden über 15.000 Hobbits produziert und auch hauptsächlich in Schulen eingesetzt. Der Hobbit unterstützt mehrere Zeichensätze, so kann der Anwedner sich entscheiden, ob er kyrillische, lateinische oder arabische Schriftzeichen will. Man kann auch andere Zeichensätze einsetzen, muß diese aber entsprechend erst einmal laden. Das Keyboard besitzt 74 Tasten und ist auch entsprechend der zwei Sprachen beschriftet. Er ist fast zu 100% kompatibel zum Original, bietet aber zusätzlich zum Spectrum Basic noch einen eingebauten (Dis-)Assembler und die russische Entsprechung von CP/M mit Namen "Beta".

Der Scorpion ZS

Der Scorpion ist ebenfalls ein "aufgemotzter" ZX-Spectrum und wird auch heute noch in der SU verkauft. Entwickelt wurde er von Sergey Zonov (dem Entwickler des Leningrad 48K). Obwohl dieser Rechner sehr gut ausgestattet ist, wird er nicht so bekannt wie der Pentagon 128, ein 128KByte Spectrum mit 5,25" Laufwerk. Wer Interesse an dem Scorpion hat, kann sich mal unter http://www.scorpion.ru/ umsehen (in russisch!).

Sprinter

Sprinter Mainboard
Sprinter
Sprinter

Der Sprinter wurde in St.Petersburg entwickelt und dürfte mit seiner Z84C15 CPU mit 21MHz (auf 3,5MHz reduzierbar) zu den schnellsten Spectrum Clones zählen. Auch das Memory Managment ist einzigartig: Mit 4 MByte RAM ist er im RAM-Managment kompatibel zum Spectrum 48, Spectrum 128, Scorpion ZS 256, Peters 256 und anderen. Insgesamt gibt es z.Zt. folgende Modi:
"Sprinter-1": Spectrum 128/256 mit bis zu 4 MByte RAM, erweiterte Bildschirmmodi (Spectrum, Text 80x32, 320x256x256), IDE-HD Controller, 8-Bit-COVOX.
"Sprinter-2": wie "Sprinter-1", zusätzlich Beschleuniger für RAM und VideoRAM-Operationen.
"ZX-Spectrum-256/AY": Spectrum 128/256 mit Soundprozessor AY-3-8910 und keinen zusätzlichen Videomodi.
"Sprinter-3": nicht mit Spectrum kompatibel, nur die erweitere Graphikmodi, 8-Bit-COVOX.
"Game-1": wie "Sprinter-3", aber mit Optimierungen für Spiele.
"DOOM": Entwicklung einer Konfiguration "Game-1".

Er verfügt über 256 Kbyte Video-RAM, der die Standard-Spectrum-Auflösung (256x192 in 16 Farben) bietet und zusätzlich einen Textmode mit 80x32 Zeichen und weitere hochauflösiende Graphikmodi. Der Bildschirm teilt sich in 40x32 kleine Teile auf, die jede eine eigene Auflösung besitzen können! Ein Beschleuniger sorgt für schnelles horizontales und vertrikales Scrolling. Die Hardware Sprinter 2000 kann frei programmiert werden; so können z.B. die Portadressen frei definiert werden (Plug&Play für den Spectrum). Wer einen Sprinter erstehen möchte, kann sich an Denis Parinov (virtuals.atlant.ru/peters) wenden.

2000 gibt es bereits eine Weiterentwicklung vom Sprinter, den Sprinter 2000. Dieser verfügt aber über dieselben Leistungsmerkmale wie der "alte" Sprinter.

Andere Rechner

CEBEP-48/002 In Russland wurde gerade der ZX-Spectrum nachgebaut. Ein weiteres Beispiel ist der Sever-48/002 von 1990. Leider fehlen mir über diesen (und auch viele andere Nachbauten) die technischen Daten und Informationen zur Herkunft. Wer Informationen hat, möge mir diese doch bitte zusenden.

QL Nachbauten

ICL OPD Ein erster QL-Clone wird von ICL, zusammen mit Sinclair und der British Telecom, entwickelt. Die Software für den ICL OPD (one per desk) kommt von Psion. Der OPD ist ein QL mit eingebautem Telephon (oder ein Telephon mit eingebautem QL?), besserem Keyboard und stabilieren Microdrives. Allerdings ist er nicht 100% Softwarekompatibel.

Die Firma CST baute zusammen mit Dansoft (Dänemark) einen Rechner mit Namen Thor auf Basis der QL-Hardware. Der Rechner verwendete ursprünglich ein original QL Board, das zusammen mit einer Speichererweiterung und Diskettenlaufwerk in ein Metallgehäuse eingebaut wurde. Aus QDOS entwickelte CST das System Argos. Später verwendet CST anstelle des M68008 einen vollwertigen M68000 im Thor XVI, aber trotdem hat der Nachbau keinen nennenswerten Erfolg.

Ein weiterer Nachbau ist der Q40 von Peter Graf aus Deutschland. Dieser Rechner wird in England von QBranch und TF Services produziert und vermarktet. Der Clones besitzt einen M68040, der mit 40MHz getaktet wird, und 32 MByte RAM. Nicht nur, daß der Q40 viele Hardware-Verbesserungen besitzt, man kan auch unter mehreren Betriebssystemen wählen: QDOS Qlassic für Q40 (Mark Swift), SMSQ/E und Linux für Q40 (Portierung von Richard Zidlicky). Mehr Informationen gibt es auf der Q40 Website.


Quellen: u.a. Computerszene DDR (Thomas Reichardt), ZX-Team, Sinclair Nostalgia Products, Bild des HCX von Tom Reichardt